DIE 95% REGEL
Abrechnung von Committed (CDR) und Burst Data Rate
Bandbreiten-Services der düssel IT werden nach der sogenannten 95% Regel abgerechnet.
Bei Verletzung der 95% Regel wird die überschrittene Bandbreite (die Burst Rate) nachverrechnet. düssel IT handhabt dies unbürokratisch und drückt wegen ein paar wenigen Prozenten auch mal ein Auge zu. Unsere Mitarbeiter analysieren in diesen Fällen die Bandbreiten-Statistik des Kunden. Wenn der Traffic permanent steigt, vereinbaren sie mit den Kunden eine höhere CDR Bandbreite für die nächste Rechnungsperiode, um transparentere und planbarere Kostenstrukturen für den Kunden zu schaffen.
Die 95%-Regel Berechnung
Beispiel: Der Kunde bezieht einen 2Mbps Service auf einer 100Mbps Leitung. 2Mbps werden als CDR Committed Data Rate bezeichnet, dies ist die Bandbreite, die der Kunde bezahlt, unabhängig davon, ob er sie nutzt. 100Mbps wird als Burst-Rate bezeichnet. Der Kunde kann für kurze oder längere Zeit mehr als 2Mbps Bandbreite benutzen, also seine CDR überschreiten, bis zu einem Maximalwert von 100Mbps. Dieser Vorgang nennt sich "bursten" (Exceeding Bandwidth). Die Nutzung der Bandbreite wird alle 5 Minuten gemessen und üblicherweise grafisch dargestellt:

In der vereinbarten Periode (üblicherweise ein Monat) darf der Kunde nicht mehr als 5% aller Messwerte bursten, d.h. 95% aller Messwerte sollen innerhalb der vereinbarten CDR, in unserem Beispiel also unter 2Mbps, sein. Bei einer Messung im 5-Minuten Takt, also pro Monat 8640 Messungen, darf die vereinbarte Bandbreite 432x überschritten werden. Anders ausgedrückt: Die 2Mbps dürfen während maximal 36 Stunden pro Monat überschritten werden, ohne dass die 95% Regel verletzt wird.
Grafische Darstellung der 95% Regel:

Alternative Abrechnungsmethoden sind die strengere 98% Regel (Zulässig ist eine Überschreitung von maximal 14 Stunden) oder die weichere Average-Regel (Durchschnittliche Abrechnung). Letztere ist jedoch üblicherweise an einen viel höheren Trafficpreis gekoppelt.
Endverbraucher-Internetzugänge sind meißtens in der Bandbreite, insbesondere beim Upload auf wenige MBit begrenzt. Wenn Sie also mit 50Mbps eine Datei herunterladen und das nur eine Minute dauert, kann es sein, daß in diesem Zeitraum keine Messung durchgeführt wurde. Laden Sie die Datei hingegen nur mit 10Mbps herunter, dauert dies die fünffache Zeit und bei 5 Minuten ist eine Messung sicher.
Daher sind die Kosten für lange Downloads von großen Dateien (Datensicherungen) mit niedriger Geschwindigkeit (zb. 5Mbps) viel kostenintensiver als, wenn Sie die gleiche Datei mit 100 Mbps herunterladen.
Weitere Informationen (engl.): Wikipedia Burst-Rate
Hier können sie Downloadzeiten anhand Ihrer Bandbreite und Dateigröße berechnen.
